Aktuelle Studien zeigen, dass bereits kleine Verbesserungen in der körperlichen Aktivität mit einem längeren Leben und weniger Todesfällen in der Bevölkerung verbunden sind. Wenn Sie sich fragen, wie Sie Ihre Lebensqualität und -dauer steigern können, sind gesunde Ernährung und Fitness der Schlüssel zu Ihrem Erfolg. Doch auch spezielle Nahrungsmittel und eine gut strukturierte Alltagsroutine spielen eine wichtige Rolle.
Die Bedeutung des Lebensstils
Eine internationale Forschungsgruppe aus Großbritannien, Australien, Brasilien und Chile hat herausgefunden, dass kombinierte kleine Veränderungen im Schlaf, in der körperlichen Aktivität und in der Ernährung bedeutende Auswirkungen auf die Lebensspanne haben können. Das besagt, dass ein nachhaltigerer und realistisch umsetzbarer Weg für Verhaltensänderungen darin besteht, sich auf diese drei Bereiche zu konzentrieren.
Was sind die optimalen Bedingungen?
Die Studie definiert das ungünstigste Verhaltensmuster als lediglich fünf Stunden und 30 Minuten Schlaf pro Tag, weniger als 10 Minuten körperliche Aktivität und eine schlechte Ernährung. Im Gegensatz dazu wurde eine optimale Kombination aus sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag, mindestens 40 Minuten mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität und einer gesunden Ernährung mit über neun zusätzlichen Lebensjahren und einer höheren Lebensqualität in Verbindung gebracht.
Kombination der Faktoren
Forscher weisen darauf hin, dass die kombinierte Beziehung von Schlaf, körperlicher Aktivität und Ernährung mehr ist als die Summe der einzelnen Faktoren. Ein negativer Punkt: Um nur ein Jahr Lebenszeit durch Schlaf allein zu gewinnen, müssten Personen mit der ungesündesten Kombi fünfmal so viel wie bisher an Schlaf hinzufügen – also insgesamt 25 Minuten Schlaf pro Tag. Sollte sich jedoch auch die körperliche Aktivität und Ernährung verbessern, könnte dasselbe Ziel mit einem kleineren Aufwand erreicht werden.
Körperliche Aktivität macht den Unterschied
Eine weitere Untersuchung, veröffentlicht im Lancet Journal, fand heraus, dass zusätzliche fünf Minuten moderater körperlicher Aktivität – wie beispielsweise zügigem Gehen mit einer Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde – mit einem Rückgang der Sterblichkeit um 10 Prozent bei den meisten Erwachsenen verknüpft sind. Bei den wenig aktiven Menschen beträgt der Rückgang sogar noch 6 Prozent.
Sitzzeiten reduzieren
Die Reduzierung von sitzenden Tätigkeiten um 30 Minuten pro Tag war ebenfalls mit einem Rückgang von sieben Prozent aller Todesfälle verbunden, vorausgesetzt, dies würde von der Mehrheit der Erwachsenen umgesetzt, die im Durchschnitt 10 Stunden täglich sitzend verbringen. Eine einseitige Reduzierung um eine Stunde führt zu einem Rückgang von 13 Prozent in der Bedeutung der Sterberate. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass geringfügige Verbesserungen in der körperlichen Aktivität weitreichende gesundheitliche Vorteile für die Öffentlichkeit haben können. Die Ergebnisse dieser Studien sollten jedoch nicht als persönliche Empfehlungen für Einzelne verstanden werden, sondern bieten wertvolle Einblicke für die Gesellschaft insgesamt. Fangen Sie an, kleine Änderungen in Ihrem Alltag vorzunehmen, sei es durch mehr Bewegung, bessere Ernährung oder gesunden Schlaf. Ihre Lebensqualität wird es Ihnen danken!